Bereits zum siebten Mal findet am 01. Mai, also am Staatsfeiertag, der Frauenlauf am Sportbauernhof in Waldzell statt. Warum lohnt es sich nach Waldzell zu kommen und wie schaffe ich als Laufneuling den perfekten Einstieg? Darüber haben wir mit LGI-Gründungsmitglied Franz Gattermann gesprochen.

LG Innviertel: Ob Quereinsteigerin oder Profi, beim Frauenlauf in Waldzell sind alle Mädchen und Damen herzlich willkommen. Was wird den Teilnehmerinnen geboten und warum lohnt es sich mitzumachen?

Franz:
Um minimales Nenngeld ein maximales Laufsporterlebnis! Prall gefülltes Startersackerl, Blumen beim Zieleinlauf und nicht zuletzt die große Chance mittels Startnummernverlosung bei der „After-Run-Party“, unabhängig von der sportlichen Leistung, einen Warenpreis bzw. Einkaufsgutscheine unserer Sponsoren ( Hartjes, Mode Mittermayr, Löffler) im Gesamtwert von über € 1000,- zu gewinnen.

Dies alles unter dem Titel: “Laufend helfen“ – Gemeinsam Gutes tun. Mit dem Erlös des Frauenlaufs unterstützt die LG Innviertel, gemeinsam mit dem „Ladies Circle 3 Ried“, auch dieses Jahr wieder in Not geratene Familien und Kinder aus der Region, schnell und unbürokratisch.

LG Innviertel: Der Spaß steht in Waldzell im Vordergrund. Warum ist es als Hobbyläufer/in auch mal wichtig, den Blick auf die Uhr zu vermeiden?

Franz: Es geht eben nicht um Meter und Sekunden, sondern um die gewählte Distanz (4,5 bzw. 6,4 Kilometer) innerhalb von zwei Stunden (einmal oder öfter) zu bewältigen. Das in einer Gruppe gleichgesinnter und es geht auch darum auf den Körper zu horchen. Daher ist der Genusswalk auch sehr gefragt.

LG Innviertel: Was sind die physiologischen Unterschiede zwischen Männer und Frauen? Warum sind Frauen langsamer als Männer?

Franz: Die Männer (hätten) mehr Muskelmasse/Anteil im Körper, sind daher schneller. Frauen (hätten) mehr Fettmasse/Anteil im Körper, sind daher sehr ausdauernd.

LG Innviertel: Ein kleiner Blick in die Zukunft: Wer sind aus deiner Sich im Laufsport die größten österreichischen Damen-Hoffnungen für Doha 2019 und Tokio 2020?

Franz: Die Luft ist dünn auf internationaler Ebene! Über die langen Distanzen (Halbmarathon, Marathon) kommt unsere Siegerin des „2er Teamstundenlaufs“ 2018, Cornelia Moser aus Saalfelden immer besser in „Fahrt“. Wenn sie verletzungsfrei und gesund bleibt kann sie in absehbarer Zeit an die früheren Leistungen einer Andrea Mayr heranlaufen.

LG Innviertel: Laufen allgemein: Wie gelingt ein guter Einstieg? Wie findet man als Neuling Freude am Laufen und wie bleibt diese erhalten?

Franz: Am Beginn Laufen mit „Gehintervallen“ kombinieren. Z.B. 3 Minuten laufen/ 2 Minuten gehen und dies 6x hintereinander, also maximal 30 Minuten. Dies kann man in der Folge beliebig verändern bzw. verlängern, z.B. 4 Minuten laufen/ 2 Minuten gehen oder 3 Minuten laufen/ 1 Minute gehen. Man sollte das Tempo so wählen, dass man immer noch sprechen kann. Ebenfalls wichtig: Bergauf im Training schnell gehen. Es ist besser dreimal in der Woche 30 Minuten zu laufen, als am Wochenende 90 Minuten an einem Stück!

LG Innviertel: Ob männlich oder weiblich, der Laufsport boomt. Wie hat sich das Laufen in den letzten 20 bis 30 Jahren verändert?

Franz: Früher hat es mehr „Klasse“ gegeben. Die Leistungsfähigkeit unserer jüngeren Generation hat allgemein abgenommen. Das sieht man an den Ergebnislisten der klassischen Distanzen von 5000 Meter bis zum Marathon. Heute ist zum Teil mehr Masse am Start und es spielt der Gesundheitsfaktor eine größere Rolle.

Laufen ist und bleibt die einfachste und günstigste Sportart um sich fit und gesund zu halten!